Die Vorstellung eines luxuriösen Citroën 2CV scheint unpassend, aber genau das haben wir hier vor uns. Und nicht nur das: Wir sprechen hier von einem Modell, das nur wenige Monate lang hergestellt wurde – was es zu einer begehrten Rarität macht. Aber warum hat Citroën beschlossen, dem Auto einen Hauch von Glamour zu verleihen, der so gar nicht zu seinem zweckmäßigen Image passt?
Die Antwort ist nicht schwer zu finden. Im Oktober 1961 hatte Renault seinen R4 vorgestellt. Im ersten vollen Jahr nach der Markteinführung lagen die Verkaufszahlen des R4 fast gleichauf mit denen des 2CV – und 1963 überholten sie diesen sogar. Die Annahme, dass Renault seine Kleinwagen – 4CV und Dauphine – an Stadtbewohner verkaufte und den ländlichen Markt dem 2CV überließ, erwies sich als falsch.
Darüber hinaus hatte der neue Renault nicht nur dank seiner besseren Leistung, sondern auch aufgrund seiner Verfügbarkeit in luxuriöseren Ausführungen einen doppelten Reiz für Stadt und Land. Citroën musste reagieren und brachte im März 1963 den AZAM auf den Markt – einen „verbesserten” 2CV mit 425 cm3 Hubraum.