In den meisten Teilen der Welt gilt Mazda nicht als alter Automobilhersteller – zumindest nicht im Vergleich zu bekannteren „historischen“ Namen wie Bentley oder Rolls-Royce. Daher ist es überraschend zu erfahren, dass das Unternehmen aus Hiroshima im Jahr 2020 sein 100-jähriges Jubiläum feierte, nachdem es am 30. Januar 1920 als Toyo Kogyo gegründet worden war.
Das Unternehmen begann mit der Herstellung von Kork, stieg bald darauf in den Werkzeugmaschinenbau und dann in den Motorradbau ein, bevor der Name Mazda – abgeleitet von Ahura Mazda, dem zoroastrischen Gott der Harmonie, Intelligenz und Weisheit – 1931 auf dem dreirädrigen Lastwagen Mazda-Go erschien. Natürlich bremsten ein Weltkrieg und eine sehr große Bombe die Entwicklung, und erst 1960 kam das erste echte Personenauto auf den Markt, der niedliche und winzige R360.
Dennoch wurde Europa erst 1967 auf diesen Namen aufmerksam, als die ersten Fahrzeuge nach Großbritannien kamen – in den ersten zwei Jahren waren es nur neun, die über den Importeur Normand Garages eingeführt wurden –, und erst Anfang der 1970er Jahre nahmen die Verkaufszahlen richtig Fahrt auf. Dieser späte Start in Verbindung mit den jüngsten herausragenden Erfolgen wie dem MX-5 hat dazu geführt, dass man ihn eher als relativen Neuling betrachtet.