Man könnte erwarten, dass die Inhalte eines Museums den Charakter und die Geschichte des Landes widerspiegeln, in dem es gegründet wurde, aber selbst die Institution des Nationalen Technischen Museums in Prag musste sich wandeln und an die turbulente Geschichte der heutigen Tschechischen Republik im 20. Jahrhundert anpassen.
Der rote Faden, der sich durch das Hauptgebäude der Sammlung des Museums zieht, ist jedoch eine oft übersehene Hochburg der Technik – darunter viele seltsame und wunderbare Autos. Die Haupthalle des eigens dafür erbauten modernistischen Gebäudes des Architekten Milan Babuška, dessen Bau noch zu Zeiten der Unabhängigkeit der Tschechoslowakei begonnen und unter der Nazi-Herrschaft fertiggestellt wurde, beherbergt das Herzstück des Museums: seine Verkehrssammlung.
Selbst als Autoliebhaber kann man nicht umhin, beim Betreten des Raumes zuerst die beiden riesigen Dampflokomotiven zu bemerken. Sowohl die „Hrboun“ als auch die „Kladno“ stammen aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie, wobei letztere noch immer an den opulenten Privatwagen von Kaiser Franz Joseph I. gekoppelt ist.