Schnell, aber etwas ungewöhnlich und unerwartet.
Es ist immer eine Freude, wenn Hersteller genau dann ein leistungsstarkes Auto auf den Markt bringen, wann man es am wenigsten erwartet. Hier ist eine chronologisch geordnete Liste unsere Lieblingsautos, die unter dem Radar aufgetaucht sind – von Hot Hatches bis zu Supercars.
1. Alfa Romeo Giulia Super (1965)
Alfa Romeo führte den Super als gehobene Version der kleinen Giulia-Limousine ein. Anstelle des 92-PS-Motors des Ti wurde ein 98-PS-Motor eingebaut, und das reichte aus, um den Super auf 177 km/h zu beschleunigen. Der eifrige 1570-cm3-Motor trieb das Auto in 11,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h.
1971 kamen ein leistungsstärkerer Motor mit 102 PS sowie stärkere Bremsen auf den Markt. Es wurde aber nichts unternommen, um das unausgewogene Handling zu verbessern.
2. NSU 1200TT (1965)
In den 1960er Jahren war der NSU 1200TT außerhalb seiner westdeutschen Heimat kaum bekannt. Er schloss die Lücke zwischen der 1000er Limousine und dem TTS. Für diejenigen, die eine Alternative zum Mini Cooper S suchten, war der 1200TT mit seinem guten Fahrverhalten und dem leistungsstarken 1177-cmm-Motor mit 64 PS genau das Richtige.
Trotz seiner bescheidenen Leistung konnte der 1200TT die Zeit dank seines geringen Gewichts überdauern. Er startet in 14,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht 155 km/h. Damit ist er besser als ein einfacher 998er Cooper.
3. Monteverdi High Speed 375 L (1969)
An Luxus-GTs mangelte es in den 1970er Jahren nicht. Ein besonders ungewöhnliches Model war der Monteverdi High Speed 375 L. Das diskrete, viersitzige Coupé bediente die Ansprüche all jener, die sich einen schnittigen Sportwagen wünschten.
Der Monteverdi beschleunigt in 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 237 km/h. Die Kraft kommt von einem 7,2-Liter-V8 von Chrysler, der satte 380 PS leistet und von einem Dreigang-Automatikgetriebe angetrieben wird.
4. Morgan Plus 8 (1968)
Der Morgan gehörte zur Vorhut kleiner Unternehmen, die die Vorteile des leichten und leistungsstarken 3,5-Liter-V8-Motors von Rover erkannten. Nachdem der Rover-V8-Motor in das Morgan-Chassis eingebaut und entsprechende Modifikationen unternommen wurden, war der Plus 8 auf Anhieb das schnellste Auto der Firma aus Malvern. Mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,3 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 201 km/h konnte er sich mit dem Porsche 911 messen.
Der Plus 8 erfreute sich eines langen Lebens und wurde erst eingestellt, als die Lieferungen des Rover-V8-Motors im Jahr 2004 eingestellt wurden.
5. Škoda S110R (1970)
Škodas guter Ruf im Rallyesport basiert auf dem S110R Coupé. Dieser kleine Wagen mit Heckmotor verfügte über einen bescheidenen 1107-cm3-Vierzylindermotor mit nur 52 PS im Straßenzustand, konnte aber für den Wettbewerbseinsatz auf deutlich mehr Leistung gepimpt werden. Außerdem war er zuverlässig, was ebenso viel mit Škodas Erfolg auf Rallye-Etappen zu tun hatte, wie mit der reinen Leistung.
Zwischen 1970 und 1980 wurden mehr als 56.000 S110R hergestellt, von denen viele ihren Weg über den Eisernen Vorhang fanden.
6. Mazda RX-3 (1971)
Der Mazda RX3 mag sein Styling von amerikanischen Muscle-Cars übernommen haben; unter der Motorhaube verfolgte er jedoch einen typisch japanischen Ansatz: Er hatte einen Wankelmotor mit zwei Rotoren und einem Hubraum von 1146 cm³.
Der schnell drehende 110-PS-Motor trieb den RX3 auf 185 km/h, und der Wagen war bei Rennen recht erfolgreich. Vielleicht noch wichtiger ist, dass er den Weg für den späteren RX-7 ebnete.
7. Rover P6 3500S (1971)
Der Rover P6 war ursprünglich mit dem Rover-V8-Motor erhältlich (3500 V8). Später kam der Rover 3500 S mit Viergang-Schaltgetriebe auf den Markt. Dieses verwandelte die V8-Limousine in eine unauffällige „Flugmaschine“, die eine Höchstgeschwindigkeit von schwindelerregenden 196 km/h erreichte und in 10,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigte. Kein Wunder, dass nicht zuletzt die Polizeibehörden an diesem Wagen interessiert waren.
Rover verwirrte die Käufer, indem er den 3500 S mit Automatikgetriebe anbot, während der 3500 Automatic keines hatte.
8. DAF 66 Marathon (1972)
Dieses Modell, das nach dem Erfolg von DAF beim London-Sydney-Marathon benannt wurde, verfügte über eine 60-PS-Version, die auf dem 53-PS-Motor von Renault basierte. Die Beschleunigung war mit 19,4 Sekunden für den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h nicht besonders gut; die Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h war jedoch anständig, und dank einiger Verbesserungen an Aufhängung und Fahrwerk hatte der Wagen ein gutes Handling.
Eine leistungsstärkere 1,3-Liter-Version kam 1973 unter dem Namen 1300 Marathon auf den Markt. Diese hatte in den Kühlergrill eingebaute Nebelscheinwerfer, Sportsitze im Vorderbereich sowie zusätzliche Armaturenbrettanzeigen.
9. Jaguar XJ12 (1972)
Der Jaguar XJ12 ist der Inbegriff einer Q-Car und verbindet den respektablen Stil der britischen Limousine mit einem 5,3-Liter-V12-Motor samt 253 PS. Dieser Motor reichte aus, um den XJ12 in nur 7,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen, womit er sportlichere Fahrzeuge hinter sich ließ.
Die Leichtmetallkonstruktion des Motors beeinträchtigte das Fahrverhalten des XJ12 nicht. Spätere S3-Modelle verfügten über eine 300-PS-Version des V12, welche die Höchstgeschwindigkeit auf echte 241 km/h erhöhte.
10. Triumph Dolomite Sprint (1973)
Triumphs innovativer 16-Ventil-Kopf für den schräg eingebauten Vierzylindermotor verleiht dem Dolomite Sprint eine Leistung von 127 PS. Damit lag er deutlich über dem Ford Escort RS2000 und schaffte es in 8,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Auch die Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h war für diese Klasse gut.
Der Erfolg im Rennen und die fortschrittliche Technologie des Motors trugen dazu bei, dass der Dolomite Spring in den sieben Jahren seines Bestehens 22.941 Mal verkauft wurde.
11. Mercedes-Benz 450SEL 6.9 (1975)
Der Mercedes 450SEL 6.9 war subtil und teuer. Er sprach vor allem Käufer an, die sich von der einfach brillanten S-Klasse-Limousine abheben wollten. Durch den Einbau des 6,9-Liter-V8 mit 286 PS schuf Mercedes eine Superlimousine, die in 7,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h spurtete, 225 km/h schnell war und die Hinterreifen verbrannte, wenn man zu schwerfüßig war.
Für ein Auto, das etwa doppelt so viel kostete wie eine S-Klasse für den Einstieg, fand der 6.9 eine beträchtliche Anzahl zahlungswilliger Käufer. Insgesamt wurden weltweit 7380 6.9er verkauft.
12. Saab 99 Turbo (1977)
Saab war vielleicht nicht der erste Hersteller, der einen Turbolader in einem Serienauto einsetzte; allerdings trug sein 99 Turbo mehr zur Verbreitung dieser Technologie bei als die meisten anderen. Der 99 Turbo steigerte die Leistung des 2,0-Liter-Motors von 118 auf 145 PS. So konnte der Wagen in 8,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen.
Genauso wichtig für die Leistung des 99 Turbo war die Kraft, die er beim Hochfahren des Turbo im mittleren Drehzahlbereich entwickelte. Diese ermöglichte mühelose Überholmanöver und sorgte dafür, sodass der Saab später im Rallyesport erfolgreich wurde.
13. BMW 745i (1979)
Dies ist die Geschichte von zwei BMWs, die sich das gleiche Kofferraumabzeichen teilen. In Europa rüstete BMW seine 7er-Limousine E23 mit einem aufgeladenen 3,2-Liter-Reihensechszylinder aus. Dieser lieferte 250 PS und verwandelte die Luxuslimousine in eine hervorragende Hochgeschwindigkeitsmaschine für die Autobahn.
Aufgrund der Lenksäulenkonstruktion des 7ers konnte der Turbomotor jedoch nicht in Autos mit Rechtslenkung eingebaut werden. BMW Südafrika umging dieses Problem, indem es den 280 PS starken 3,5-Liter-Sechszylindermotor aus dem M635CSi in den 7er einbaute und das neue Modell 745i nannte. Einige wenige Exemplare wurden mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe verkauft und entsprachen nur mehr dem Namen nach einem M7.
14. Bentley Mulsanne Turbo (1982)
Bevor Bentley seine Renaissance mit dem Turbo R einleitete, gab es den Mulsanne Turbo – ein Auto, das nur wenige beachteten. Der Mulsanne Turbo wurde entwickelt, um zu prüfen, wie die Turboaufladung in einer Luxuslimousine funktioniert, und leitete die unerwartete Regeneration der Marke ein.
Die Turboaufladung des Mulsanne erhöhte die Leistung auf 300 PS. Dies reichte aus, um den Turbo in 6,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen sowie auf eine Höchstgeschwindigkeit von 217 km/h zu katapultieren. Der nachfolgende Turbo R profitierte von einem strafferen Fahrwerk und noch mehr Leistung.
15. Opel Ascona / Vauxhall Cavalier (1983)
Mit der Einführung des sportlichen Modells 1.8 SR/E im Jahr 1983 wurde die Ascona-Palette erweitert. Der 1.8 SR/E teilte seinen 115 PS starken 1,8-Liter-Einspritzmotor mit kleineren Modellen, unterschied sich aber deutlich durch seine Leichtmetallräder, Spoiler und die zweifarbige Karosserie. Mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 9,1 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h waren die Fahrleistungen für begeisterte Wiederholer genau richtig.
Opel verbesserte den Ascona weiter mit den 2.0-Modellen. Einige von ihnen schafften es in 8,7 Sekunden von 0-100 km/h auf 0-193 km/h aus dem Stand.
16. Citroën Visa GTi (1985)
Citroën stieg mit dem Visa GTi in die unkonventionelle Schrägheck-Szene ein. Der Visa GTi übernahm den kopflastigen Stil des ursprünglichen Visa und kombinierte ihn mit dem 105 PS starken 1,6-Liter-Motor des Peugeot 205GTI. Das Ergebnis war ein Fünftürer, der in 9,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h spurtete und bis zu 175 km/h schnell war.
Der Visa GTi war nicht so schnell wie einige seiner Konkurrenten; auf holprigen Straßen bot er aber ein wesentlich komfortableres Fahrerlebnis als die meisten Hot Hatches.
17. Opel Omega 3.0i (1987)
Bevor Opel die Welt mit dem Lotus Carlton/Omega überrumpelte, brachte das Unternehmen den Omega 3.0i auf den Markt. Der 3,0-Liter-Reihensechszylinder des Senators mit 177 PS wurde unter die Motorhaube des Carlton geschoben. Das Ergebnis: 0-100 km/h in 8,2 Sekunden, 216 km/h Höchstgeschwindigkeit und ein echter BMW 5er.
Mit dem 24-Volt-Modell samt 204 PS legte Opel noch einen drauf. Er bot das Modell sogar als Kombi an, wobei von diesem nur sehr wenige Exemplare verkauft wurden.
18. Lancia Thema 8.32 (1988)
Der Lancia Thema teilte seine Plattform mit großen Limousinen von Peugeot, Renault und Volvo – aber nur die Italiener konnten auf die Idee kommen, den 3,0-Liter-V8 des Ferrari 308 anstelle des üblichen V6-Motors einzubauen. Um den 8.32 noch individueller zu gestalten, erhielt der Motor eine flache Kurbelwelle und leistete 215 PS für eine Beschleunigung von 0-100 km/h in 6,8 Sekunden sowie ein Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h.
Der Motorradhersteller Ducati erhielt den Auftrag, den Motor des Thema 8.32 zu bauen; auf Grund des hohen Preises verlief der Verkauf aber schleppend. Lancia brachte daraufhin seinen eigenen Thema 16V Turbo auf den Markt. Dieser war genauso schnell, ließ sich aber besser fahren und war außerdem viel billiger. Damit war das Ende des 8.32 besiegelt.
19. Peugeot 405 Mi16 (1988)
Peugeot hatte der Welt bereits den brillanten 205GTI geschenkt – aber das Unternehmen hatte noch Größeres vor: In den 1980er Jahren brachte es den 405 Mi16 auf den Markt. Dieser nutzte eine 16-Ventil-Version, die auf dem 1,9-Liter-Motor des 205 basierte, und leistete 160 PS für eine Beschleunigung von 0-100 km/h in 8,2 Sekunden sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h. Es gab auch eine Version mit Allradantrieb.
Das Schicksal wollte es, dass viele Mi16 wegen ihrer Motoren geplündert wurden, um 205GTIs auf den stärkeren Motor umzurüsten. Dementsprechend verbleiben heute nur noch sehr wenige originale Exemplare des 405 Mi16.
20. Renault 21 Turbo (1988)
Der Renault 21 Turbo war das französische Äquivalent zum Ford Sierra RS Cosworth – und ebenso aufbrausend in der Leistungsentfaltung. Der turboaufgeladene 2,0-Liter-Motor trieb die Vorderräder mit 175 PS an, was zu reichlich Wheelspin und Torque Steer führte. Das bedeutete auch eine Beschleunigung von 0-100 km/h in 7,3 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 227 km/h.
Im Jahr 1990 zähmte Renault den 21 Turbo durch das Quadra-Modell mit Allradantrieb. Dieses wurde zum besten Modell der Reihe.
21. Ford Scorpio Cosworth (1990)
Der Granada Scorpio von Ford war seit seiner Markteinführung ein wichtiger Umsatzfaktor für das Unternehmen, aber erst 1990 kam mit dem Cosworth ein leistungsfähiges Flaggschiff auf den Markt. Der Cosworth nutzte die Vier-Ventil-pro-Zylinder-Technologie des 2,9-Liter-V6-Motors, um 195 PS freizusetzen. Dies ermöglichte eine Beschleunigung von 0-100 km/h in 8,5 Sekunden sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h.
Ford verbesserte den V6-Motor für den Facelift, der dem Scorpio 1994 ein käferäugiges Aussehen verlieh. Die Leistung des Motors stieg auf 207 PS; die Cosworth-Plaketten wurden aber entfernt, da Ford befürchtete, dass sie Autodiebe anlocken könnten.
22. Volvo T5-R (1994)
Nur wenige Autos haben das Image eines Unternehmens so nachhaltig beeinflusst wie der Volvo 850 T5-R. Der Volvo T5 war bereits ein sehr schnelles Auto, das bei Polizeikräften beliebt war. Der T5-R allerdings eröffnete ganz neue Dimensionen in puncto Leistung und Popularität. Sein 240 PS starker Fünfzylinder-Turbomotor sorgte für einen Spurt von 0 auf 100 km/h in 5,8 Sekunden und ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h.
Die Kombi-Version des T5-R sorgte für Schlagzeilen und nahm sogar an der Britischen Tourenwagen-Meisterschaft teil; sie war aber sicherlich nicht die subtilste Limousine aller Zeiten.
23. Alfa Romeo 145 Cloverleaf (1995)
Der Quadrifoglio war Teil der neuen dreitürigen Fließheck-Baureihe 145 von Alfa Romeo. Er verfügte über einen 2,0-Liter-Twin-Spark-Motor mit 150 PS (bzw. 155 PS in den späteren Phase-2-Modellen) und schaffte die Strecke von 0-100 km/h in 8,0 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit von 208 km/h war für ein damaliges Auto der Kompaktklasse mehr als anständig.
Das Fahrverhalten der damaligen Alfa Romeo Modelle galt als sehr gut und wird auch heute noch geschätzt. Alfa Romeo bot auch eine viertürige Version des Quadrifoglio mit dem Namen 146ti an.
24. Audi S8 (1996)
Der Audi V8 war repräsentativ für die großvolumigen, großmotorigen Luxuslimousinen der deutschen Firma. Aber auch der S8 überraschte mit seinem 340 PS starken 4,2-Liter-V8-Motor. Dieser katapultierte den Viertürer mit Aluminiumrahmen in 6,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, was dem Hochleistungsmetall der damaligen Zeit so einiges abverlangte. Der S8 erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 256 km/h.
Am häufigsten wurde das Modell mit Fünfgang-Automatikgetriebe verkauft; es war aber auch ein Sechsgang-Schaltgetriebe erhältlich.
25. Citroën Xantia V6 (1997)
1997 ergänzte Citroën seine elegante Kleinwagen- und Kombi-Baureihe Xantia um das V6-Modell – ganz nach dem Motto „Das Beste kommt zum Schluß“. Der Ruf der Baureihe hatte schon immer auf den Vierzylinder-Benzin- und Dieselmotoren beruht, und der Xantia V6 mit 194 PS bot unerwartetes Fahrvergnügen. Obwohl sein Listenpreis mehr Käufer abschreckte als er anlockte, lag er mit einer Beschleunigung von 0-100 km/h in 7,7 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 229 km/h auf dem gleichen Niveau wie der Ford Mondeo ST200.
Der Xantia V6 wurde mit dem aktiven Fahrwerk Activa von Citroën ausgestattet, um die Schräglage der Karosserie zu verringern. Er stellte einen neuen Rekord auf, als er den berüchtigten schwedischen Elchtest mit 85 km/h absolvierte.
26. Daimler Super V8 (1997)
Daimler hatte bereits mit schnellen Luxuslimousinen wie Majestic Major aufgewartet, aber der Super V8 übertraf alles. Hinter dem edlen, geriffelten Kühlergrill steckte der aufgeladene 4,0-Liter-V8 aus dem Jaguar XJR. Der Motor ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h sowie eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5,3 Sekunden.
Diese Leistung war umso erstaunlicher, als es sich um einen luxuriös ausgestatteten Daimler handelte, der ausschließlich mit dem längeren Radstand angeboten wurde, der für diese Jaguar/Daimler-Generation typisch war.
27. Honda Accord Type R (1998)
Von Zeit zu Zeit lässt Honda mit etwas Besonderem Dampf ab, und der Accord Type R war genau so ein Auto. Er wurde ausschließlich für den europäischen Markt gebaut und verwandelte die würdige, aber langweilige Accord-Limousine von damals in eine ernstzunehmende Leistungsmaschine. Das Gewicht wurde reduziert, die Karosserie verstärkt sowie Aufhängung und Bremsen verbessert. Außerdem versah Honda das Modell mit neuen Radlagern, um die 209 PS zu bewältigen, die der 2,2-Liter-Motor bei 7200 Umdrehungen pro Minute leistet.
Eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,0 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 229 km/h sind nicht besonders beeindruckend. Aber der Accord Type R hatte das richtige Handling, um sich bei hoher Geschwindigkeit sicher und angenehm durch Kurven zu bringen.