Die großen italienischen Karosseriebauer sind seit den 1960er Jahren leider stark dezimiert worden, da sie den Herausforderungen einer Welt nicht gewachsen waren, in der Automobilhersteller selbst ihre Modelle mit geringen Stückzahlen kompetent im eigenen Haus entwerfen und produzieren können. Damals befand sich diese bunte Branche noch in ihrer Blütezeit, beflügelt durch die wachsende Dynamik des italienischen Wirtschaftswunders (und die damit einhergehende Industrialisierung) sowie durch eine Fülle einheimischer Talente.
Nirgendwo sonst auf der Welt findet man eine so gelungene Mischung aus künstlerischem und technischem Flair und Können, wenn es um die Gestaltung und Fertigung von Karosserien geht.
Als Touring aus Mailand 1960 in Turin dieses geschmackvolle zweitürige Modell namens Praho auf einem Alfa Romeo 2000-Chassis vorstellte, war niemand sonderlich überrascht. Hier war ein weiteres Beispiel für die Vorliebe der Italiener, großartig aussehende Autos mit scheinbar unvergleichlicher Leichtigkeit zu bauen. Tatsächlich war die elegante Superleggera-Aluminiumkarosserie die neueste in einer Reihe von Spezialkarosserien auf Basis der Alfa 102-Serie, dem kurzlebigen Vierzylinder-Vorgänger des 2600, der ihn zwei Jahre später ablösen sollte.