Private Tiefgaragen bergen einige erstaunliche geheime Fahrzeuge, aber nur wenige sind so überraschend wie dieses Maserati Coupé aus den frühen 1950er Jahren. Als wir in die Tiefgarage in London hinabfahren, öffnen sich die Aufzugstüren und geben den Blick frei auf eine dezente graue Schönheit mit Zagato-Karosserie, die auffällig zwischen unscheinbaren modernen Autos steht. Selbst unter dem sterilen Neonlicht ihres kargen Verstecks sticht dieses schnittige, kompakte Exotische Fahrzeug hervor wie ein Supermodel in einer Menschenmenge.
Erstaunlicherweise gibt es keine Barrieren, die seinen empfindlichen, handgefertigten Aluminiumkarosserie schützen, und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieser seltene Maserati 2000GT A6G/54 aus dem Jahr 1954 eigentlich gegenüber, in der Tate Gallery, dem berühmtesten Kunstmuseum Londons, ausgestellt werden sollte.
Das Team von Handwerkern um Ugo Zagato in der Via Arese in Mailand hatte ein gutes Auge für natürliche Formen und prägte in den frühen 1950er Jahren maßgeblich den klassischen Coupé-Look. Keines der 20 Zagato-Modelle war identisch, da sich Details und Ausstattungsmerkmale ständig weiterentwickelten und nur ein einziges Chassis, das 2121, das charakteristische „Double Bubble”-Dach hatte. „Großartige Designs entstehen nicht aus dem Wunsch heraus, eine schöne Form zu schaffen”, erklärte Zagato, „sondern daraus, Autos schneller und intelligenter zu machen.”