Erst ein übermäßig schwerer Fuß oder abruptes Bremsen vor Kurven bringt etwaige Schwächen zum Vorschein. Trotz seines kurzen Radstands liegt der Spider sehr gut auf der Straße, neigt kaum zur Wankneigung und zeigt nur ein leichtes, durch das offene Dach bedingtes Flattern im vorderen Bereich. Er fühlt sich leicht und wendig an, wirkt dabei aber etwas nervöser, während das schwerere Coupé vielleicht ein etwas größeres Gefühl von Sicherheit vermittelt.
Spätere Varianten (ab November 1969) erhielten die Einzelradaufhängung hinten aus der Fiat-130-Limousine sowie eine neue V6-Version mit 2419 cm³ Hubraum und Gusseisenblock. Die hervorragende Federung wurde durch das zusätzliche Gewicht des Motors etwas beeinträchtigt, sodass diese Modelle tatsächlich etwas weniger ausgewogen wirken als ihre Vorgänger.
Der neue Motor behob jedoch viele der Probleme, unter denen die frühen (und etwas unausgereiften) 2,0-Liter-Motoren litten – darunter Zündkerzenverschmutzung und Überhitzung – und lieferte zudem 20 PS mehr sowie eine Steigerung des maximalen Drehmoments um 25 %. Diese Versionen erhielten zudem das Fünfgang-ZF-Getriebe des Fiat 130.
Ob man den 2- oder den 2,4-Liter-Dinos bevorzugt, ist Geschmackssache, aber eines ist sicher: Beide sind in Großbritannien äußerst selten. Wie viele Autos mit exotischem Herz wurden sie ausgeschlachtet, um Motoren für ihren berühmteren Verwandten zu liefern.
Aber wie sieht es mit der Frage nach Spider oder Coupé aus? Für sommerliche Ausflüge mit offenem Verdeck, eine Form, an der man sich nie sattsehen kann, und – wenn ich das so sagen darf – den reinen Prestigefaktor muss es einfach der Spider sein.
Wenn Sie lange Strecken mit herrlichem Soundtrack genießen möchten, entscheiden Sie sich für das günstigere Coupé.
Fiat verkaufte 1163 2,0-Liter-Spider und 3670 Coupés sowie weitere 424 offene und 2398 geschlossene 2,4-Liter-Modelle. Im Gegensatz dazu verkaufte Ferrari von 1967 bis 1969 nur 152 Dino 206, sodass die Fiats ihren Zweck erfüllten und eine rasche Homologation des F2-Motors ermöglichten. Interessanterweise sollten die späteren Ferrari Dinos mit Verkaufszahlen in die Tausende zum Bestseller des Unternehmens werden.
Das war jedoch nur das Ergebnis einer bemerkenswerten Zusammenarbeit – wie sie wohl kaum noch einmal vorkommen wird.
Fakten
Fiat Dino Spider 2000
- Verkauft/Bauzahl 1967–1969/4833 (insgesamt)
- Konstruktion Stahl-Monocoque
- Motor Vollaluminium, DOHC pro Bank, 1987 cm³ V6, drei Weber 40DCN 14-Vergaser mit Doppeldrossel
- Maximale Leistung 160 PS bei 7200 U/min
- Maximales Drehmoment 172 Nm bei 6000 U/min
- GetriebeFünfgang-Schaltgetriebe, Hinterradantrieb
- Radaufhängung: vorne Einzelradaufhängung mit Querlenkern, Schraubenfedern, Stabilisator hinten Starrachse, Radiallenker, halbelliptische Blattfedern; Teleskopstoßdämpfer vorne und hinten (hinten zwei pro Seite)
- Lenkung Gemmer-Schnecken- und Rollenlenkung
- Bremsscheiben, servounterstützt
- Länge 4109 Millimeter
- Breite 1710 Millimeter
- Höhe 1270 Millimeter
- Radstand 2280 Millimeter
- Gewicht 150 kg
- 0–100 km/h8,1 Sekunden
- Höchstgeschwindigkeit209 km/h
Fiat Dino Coupé 2000
(Soweit sich vom Spider unterscheidet)
- Federung: hinten Doppelblattfedern
- Länge 4507 Millimeter
- Höhe 1287 Millimeter
- Radstand 2550 Millimeter
- Gewicht 1280 kg
- 0–100 km/h8,5 Sekunden
- Höchstgeschwindigkeit200 km/h
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