Wie der Bentley Turbo R seinen Hersteller rettete

| 14 Sep 2026
Wie der Bentley Turbo R seinen Hersteller rettete

Einige der besten Ideen der Welt sind auf langen, langweiligen Fahrten zur Arbeit entstanden. 

Nur wenige hatten jedoch eine so große Wirkung wie Mike Dunns gemächliche Fahrt durch Essex eines Nachts in den frühen 1980er Jahren. 

Er war Chefentwicklungsingenieur bei Bentley. Zu dieser Zeit konzentrierte sich Bentleys Eigentümer, Vickers, hauptsächlich auf den Verkauf von Rolls-Royce-Fahrzeugen und schenkte Bentley kaum Beachtung. 

Betrachtet man Bentley heute jedoch, ist der Unterschied deutlich zu erkennen.

Obwohl Bentley weniger als 1 % der 1,2 Millionen verkauften Fahrzeuge der Muttergesellschaft Audi ausmacht, erwirtschaftet das Unternehmen mit nur 7.000 Fahrzeugen mehr als 10 % des Gewinns. 

Die Zeiten haben sich zweifellos geändert. 

Comment la Bentley Turbo R a sauvé son constructeur

Es ist eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte, die eines Nachts in der Nähe des Flughafens Heathrow mit einem einfachen Ford Escort begann. 

Mike wechselte 1983 von Ford zu Bentley. 

Ein Jahr zuvor hatte das Bentley-Werk in Crewe den Bentley Mulsanne mit einem Garrett AiResearch-Turbolader ausgestattet. 

Dadurch stiegen Leistung und Drehmoment um 50 % auf 300PS und 610 Nm. Das Problem bei dieser zusätzlichen Leistung war, dass die Federung und die Reifen des Fahrzeugs nicht robust genug waren, um damit umzugehen. Lediglich die Geschwindigkeitsklasse der Reifen war verbessert worden. 

Aus diesem Grund stellte Mike fest, dass er nicht so schnell fahren konnte wie mit einem Ford Escort.

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Eine grundlegende Änderung war erforderlich. Mike investierte viel Zeit, Mühe und Geld, um das Lenkverhalten und das Kurvenverhalten des Wagens zu verbessern. 

Das Ergebnis war ein Fahrwerkskit, das darauf ausgelegt war, die Bodenhaftung zu verbessern und die Seitwärtsbewegungen des Wagens zu reduzieren. 

Ohne dieses Kit wären die Getränke und Speisen der Passagiere auf den Ledersitzen verschüttet worden. 

Bentley schlug vor, die Federung um 10 % zu versteifen, doch Mike ging noch einen Schritt weiter. Er verwendete härtere Federn, stärkere Stoßdämpfer und größere Stabilisatoren, um die Wanksteifigkeit um 30 % zu erhöhen. Der Effekt war enorm. 

Mikes Vorgesetzte dachten, dies wäre eine unbeliebte Option, doch sie wurde schnell zur von Käufern am häufigsten nachgefragten Ausstattung.

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Zum ersten Mal seit Jahrzehnten verfügten Bentley-Fahrzeuge sowohl über Leistung als auch über Stil. 

Doch Mike strebte eine Verbesserung der Wanksteifigkeit um 50 % an. Die Unternehmensleitung erkannte das Potenzial und genehmigte ein neues Modell: Der Bentley Turbo R war geboren. 

Die Änderung erforderte eine umfassende Neukonstruktion der Hinterradaufhängung, einschließlich des Einbaus einer Panhard-Stange, um den Hilfsrahmen sicher mit der Karosserie zu verbinden. 

Im Vergleich zum serienmäßigen Mulsanne war der vordere Stabilisator um 100 % steifer und der hintere um 60 %. Das Heck des Fahrzeugs wurde durch eine hydraulische Dämpfung zwischen den Federbeinen weiter verbessert. 

Die Dämpfung war deutlich straffer, insbesondere beim Zurückfedern der Federbeine in ihre Normalposition. 

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Hochleistungsreifen vom Typ Pirelli P7 ersetzten die Avon Turbospeed-Reifen des Mulsanne. 

Diese Reifen wurden auf Ronal-Leichtmetallfelgen montiert. Laut Graham Hull, dem Chefdesigner von Rolls-Royce und Bentley, war dies eine unter den Mitarbeitern heiß diskutierte Entscheidung. 

Obwohl die Leichtmetallfelgen das Gewicht des Fahrzeugs geringfügig reduzierten, hielt Konstrukteur Martin Bourne ihr Aussehen für unausgereift. Glücklicherweise hielt er Hulls Felgendesign für akzeptabel genug. 

Der Mulsanne Turbo war schnell, wies jedoch eine sehr schlechte Aerodynamik auf. Im Jahr 1984 fuhr der Journalist Peter Dron damit quer durch Europa und zeigte, dass das Fahrzeug bei hohen Geschwindigkeiten, insbesondere bei nassem Wetter, dazu neigte, von der Straße abzuheben. 

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Nach Testfahrten in Italien erhielt der Bentley Turbo R einen größeren Frontspoiler, der den Luftwiderstand um 7 % und den Auftrieb bei hohen Geschwindigkeiten um 15 % reduzierte. 

Das war notwendig: Das Auto beschleunigte in 6,7 Sekunden auf 100 km/h und in 18,9 Sekunden auf 160 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 217 km/h. 

Am beeindruckendsten war jedoch, wie gut der Turbo R Kurven meisterte. Selbst bei anderen leistungsstarken Luxusautos wie dem Mercedes-Benz 450SEL 6.9 und dem Daimler Double-Six lag der Fokus ebenso sehr auf sanftem Fahrkomfort wie auf Geschwindigkeit. 

Der Turbo R bot sowohl Geschwindigkeit als auch Komfort, machte aber zudem Spaß beim Fahren. Das Fahrzeug neigte sich deutlich weniger von einer Seite zur anderen und kippte beim Bremsen oder Beschleunigen auch viel weniger nach vorne und hinten. 

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Ein Fahrer des älteren Bentley Mulsanne musste in Kurven das Tempo drosseln, um nicht die Kontrolle zu verlieren und einen Unfall zu verursachen. 

Im Gegensatz dazu konnte der Turbo R Kurven mit hervorragender Bodenhaftung und Kontrolle durchfahren. 

Er verfügte sogar über einen Drehzahlmesser, den es bei einem Bentley seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hatte. Der Bentley Turbo R war ein sofortiger Erfolg und wurde zum ultimativen schnellen Luxusauto der 1980er Jahre. 

Zwar war er ein hervorragendes Auto zum Fahren, doch die längere RL-Version bot den Fondpassagieren zusätzlichen Platz zum Entspannen. 

Ist das Auto heute, 40 Jahre später, immer noch attraktiv? Der Turbo R wurde entwickelt, um hohe Leistung und großen Komfort zu bieten und dabei scharfe Kurven zu einem Vergnügen statt zu einem Schreck zu machen. 

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Heute gibt es Elektroautos mit fast ebenso viel Leistung wie der stärkste Turbo R.

 Zudem hat sich die Automobiltechnik in den letzten 40 Jahren weiterentwickelt. Beeindruckt der klassische Turbo R die Menschen deshalb noch immer so sehr wie damals, als er neu war? 

Um das herauszufinden, verbringe ich den Abend damit, zwei Bentley Turbo Rs zu fahren, die mir ein spezialisierter Autohändler namens Graeme Hunt zur Verfügung gestellt hat. 

Es ist offensichtlich, dass diese Autos auch heute noch beeindruckend aussehen. Sie zeichnen sich durch einen Designstil aus den 1980er Jahren aus – einer Zeit, in der glänzende und auffällige Details den Erfolg des Besitzers signalisierten. 

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So weit, so gut.

Wenn man bequem hinter dem Lenkrad sitzt, spürt man den Stil dieser Ära ganz deutlich. 

Die schlanken vorderen Dachstützen und die lange Motorhaube des Bentley Turbo R geben dem Fahrer das Gefühl, ein mächtiger Wirtschaftsführer mit entschlossener Ausstrahlung zu sein. 

Ein großer Teil dieses Gefühls rührt von dem 1988 eingeführten Design mit vier Scheinwerfern auf schwarzem Hintergrund her. Die Diskussionen darüber, dem Auto ein markanteres Erscheinungsbild zu verleihen, begannen bereits 1986, als Graham Hull gebeten wurde, das Auto robuster wirken zu lassen. 

Auf einem kleinen Stück Papier entwarf er ein Design mit vier Scheinwerfern, seitlichen Unterverkleidungen in der Farbe der Karosserie und einem größeren Frontspoiler. 

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Die Umsetzung des Entwurfs nahm einige Zeit in Anspruch. Die vorhandenen Scheinwerfer aus anderen Rolls-Royce-Modellen passten nicht zu dem Design. 

Also begab sich Graham mit vier 17,8 cm großen Pappkreisen, die in die leeren Stellen passten, ins Designstudio. Er erinnerte sich später daran, dass dies ein seltener Moment plötzlicher Inspiration war, in dem seine kreativen visuellen Fähigkeiten von großem Nutzen waren. 

Moderne Autokäufer mögen die 38-cm-Räder des Bentleys für sehr klein halten. Dieses Auto wurde jedoch zu einer Zeit gebaut, als Fahrkomfort wichtiger war als ein aggressives Design. 

Da die Reifen eine dicke Gummischicht haben, fährt das Auto so sanft über Unebenheiten, wie man es bei modernen Luxusautos fast gar nicht mehr kennt. 

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Der Innenraum ist jedoch nicht perfekt. Der Turbo R wirkt innen viel kleiner, als er von außen aussieht. 

Selbst wenn der Sitz weit nach hinten geneigt ist, stoße ich mit dem Kopf an die Decke, obwohl ich mit 1,96 Metern sehr groß bin. 

Dennoch sorgen die schlanken Dachstützen, die großen Fenster und die perfekt dimensionierten Spiegel für eine hervorragende Sicht in alle Richtungen. Das ist der stärkste Eindruck: Selbst bei einer etwas unbequemen Sitzposition fühlt sich der Innenraum des Bentleys wirklich besonders an. 

Das Dreigang-Automatikgetriebe von General Motors reagiert nicht besonders schnell, aber das muss es auch nicht, da wir langsam durch die Straßen der Stadt fahren. 

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Der an der Lenksäule angebrachte Schalthebel vermittelt kein sportliches Fahrgefühl. Spätere Modelle aus den frühen 1990er Jahren behoben diese Probleme durch den Einsatz eines Viergang-Automatikgetriebes und die Verlegung des Schalthebels auf den Boden. 

Ein RT-Modell mit langem Radstand aus dem Jahr 1997 aus dem Besitz von Duncan Wiltshire verfügt über diese Verbesserungen. Es ist eines von nur 252 gebauten Exemplaren und leistet dank fortlaufender Motorentwicklung und Zytek-Kraftstoffeinspritzung 400PS. 

Auch der Innenraum ist deutlich luxuriöser gestaltet. Die ältere, mit Polsterung versehene Mittelkonsole wurde durch eine große Fläche aus glattem Walnussholz ersetzt. Im Gegensatz zu einigen modernen Luxus-Sportwagen kommen hier keine unordentlichen Carbon-Elemente zum Einsatz, die chaotisch und billig wirken. 

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Das Holz ist sorgfältig verarbeitet und naturbelassen, was dem Innenraum eine zeitlose Ausstrahlung verleiht. Beide Fahrzeuge erfordern mehr Kraftaufwand beim Lenken, als man vielleicht erwarten würde, und sie vermitteln dem Fahrer ein deutlich stärkeres Fahrgefühl als ein Rolls-Royce. 

Die Lenkung reagiert viel schneller als bei anderen Modellen aus demselben Werk und lässt sich auf engen Stadtstraßen mühelos mit kleinen Bewegungen steuern. Wenn wir die überfüllte Stadt hinter uns lassen, wird der Verkehr weniger und die Straßen werden breiter. 

Endlich ist es an der Zeit, die volle Leistung des beeindruckenden 6,75-Liter-V8-Motors auszuschöpfen. Der Turbo R ist nach wie vor äußerst leistungsfähig. Er ist auf geraden Strecken unglaublich schnell und meistert Kurven gut, während das neuere dunkelgrüne RT-Modell eine noch bessere Leistung bietet. 

Seine zusätzlichen 100PS Leistung verkürzen die Beschleunigungszeit von 0 auf 100 km/h auf 5,8 Sekunden. Diese Geschwindigkeit macht dem Sportwagen Ferrari Testarossa Konkurrenz, doch im Gegensatz zum Ferrari bietet der Bentley bequem Platz für vier Passagiere. 

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Der Bentley RT liegt zudem etwas tiefer auf der Straße, und seine breiten 43-cm-Leichtmetallfelgen verleihen ihm ein moderneres Erscheinungsbild. 

Obwohl er tiefer liegt, ist das Fahrgefühl auch auf rauen, unebenen Stadtstraßen nach wie vor vollkommen sanft. 

Dieses ruhige Fahrgefühl gibt mir Zeit, über die historische Bedeutung des Turbo R nachzudenken. Ende der 1980er Jahre waren die Hälfte der 3.333 vom Werk produzierten Fahrzeuge Bentleys. 

Das entsprach einem Umsatzanstieg von mehr als 47 % in nur neun Jahren. 

Die weltweiten Wirtschaftsprobleme der späten 1980er und 1990er Jahre bereiteten Luxusautoherstellern überall Schwierigkeiten. 

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Auch Bentley hatte zu kämpfen und musste Stellenabbau sowie sinkende Verkaufszahlen hinnehmen. Doch der Turbo R trug erneut dazu bei, das Unternehmen zu retten. Seine technische Basis wurde für das Continental R Coupé genutzt, das hohe Gewinne einbrachte. 

Zusammen mit umfangreichen Sonderanfertigungen für die Königsfamilie von Brunei trug dieses Fahrzeug dazu bei, das Unternehmen Bentley am Leben zu erhalten. Der Turbo R wurde kontinuierlich weiterentwickelt, was zu zahlreichen Aktualisierungen und seltenen Modellen führte. 

Die Versionen S, RT und RT Mulliner steigerten die Motorleistung auf über 400PS, insbesondere der äußerst seltene RT Mulliner. 

Um zu unterstreichen, dass diese Sonderedition von 1998 über eine Leistung von 420PS und ein Drehmoment von 860 Nm verfügte, waren viele der 56 maßgefertigten RT Mulliner mit einem Geschwindigkeitsanzeiger auf dem Rücksitz ausgestattet, damit die Passagiere sehen konnten, wie schnell sie unterwegs waren. 

Als die Produktion 1999 eingestellt wurde, hatten Kunden 5.207 Standardmodelle des Turbo R und 2.083 Langversionen erworben. 

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Später entwickelte Bentley fortschrittliche Modelle wie den Arnage und den Mulsanne, und der moderne Flying Spur setzt diese Reihe von Luxusfahrzeugen fort, wenn auch mit einem anderen Charakter. 

Unterdessen wurde der Turbo R zu einer Rarität: Er galt bereits ab dem Zeitpunkt seiner Markteinführung als Oldtimer. 

Der Turbo R genoss hohes Ansehen. Im Gegensatz zu vielen alten Jaguars wurde der Turbo R nicht zerstört, nur um seinen Motor für billige, selbstgebaute Autos zu verwenden. 

Ihm blieb auch das Schicksal älterer Luxuswagen von Mercedes und BMW erspart, die oft zu billigen Statussymbolen wurden, mit übergroßen Rädern umgerüstet und rücksichtslos in Städten gefahren wurden. 

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Selbst als der Wiederverkaufswert der Fahrzeuge sank, wurden sie in der Regel weiterhin von respektvollen Besitzern erworben. 

Einige der noch erhaltenen Fahrzeuge sind in schlechtem Zustand, werden aber von Menschen gefahren, die sie wirklich lieben und als langfristige Begleiter betrachten. Manchmal führt dies jedoch zu minderwertigen Reparaturen in Eigenregie. 

Wenn die Holzverkleidung im Innenraum Risse bekam, versuchte ein Besitzer vielleicht, sie mit seinen Tischlerkenntnissen selbst zu ersetzen. Auch bei der Elektrik gibt es improvisierte Reparaturen.

So werden beispielsweise defekte elektronische Sitzverstellungen durch einfache Schalter ersetzt, die im Baumarkt gekauft wurden. Ich bin schon Dutzende Turbo R gefahren. Die Kreativität dieser billigen Reparaturen ist ebenso überraschend wie die Qualität der perfekt gepflegten Autos. 

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Die Besitzer haben zudem großes Vertrauen in ihre Autos. Ich erinnere mich an einen Norweger, der einen Turbo R bei einem Autohändler kaufte, mit dem ich gerade sprach. 

Das Auto war stark verrostet, und viele Karosserieteile fielen auseinander oder brachen ab. Trotzdem hatte er vor, das beschädigte Auto in einer einzigen Fahrt durch den Schnee den ganzen Weg zurück nach Norwegen zu fahren. 

Es ist leicht zu verstehen, warum die Menschen den Turbo R lieben. Es stimmt zwar, dass die Sitzposition und der Kraftstoffverbrauch schlecht sind und der Versuch, dieses massive Auto auf eine schmale Stadtbrücke zu lenken, unglaublich stressig ist. 

Doch die Hauptattraktivität des Wagens ist heute noch genauso groß wie vor 40 Jahren. 

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Die britische Kultur blickt auf eine lange Geschichte der Rebellion, des Humors und des Regelbruchs zurück. Der Bentley Turbo R zeugt von diesem Sinn für Humor. 

In einer Zeit sehr leiser, minimalistischer Elektrofahrzeuge sticht dieses laute und aggressive Auto deutlich hervor. 

Man muss nur das Gaspedal durchtreten, eine Sekunde warten, bis Motor und Getriebe reagieren, und sich dann festhalten, während sich das leise Motorengeräusch in ein lautes Dröhnen verwandelt. 

Würde das Ihre nächste Fahrt zur Arbeit nicht ein bisschen aufregender machen? 

Bilder: Max Edleston

Dank an: Graeme Hunt, Duncan Wiltshire und den Edmiston London Heliport

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Bentley Turbo R

  • Verkauft/Bauzahl 1985–’99/5864
  • Aufbau: Stahl-Monocoque mit Türen, Motorhaube und Kofferraumdeckel aus Aluminium
  • Motor: Vollaluminium-V8 mit obenliegenden Ventilen (OHV), 6.750 cm³, Garrett AiResearch T04-Turbolader, Bosch KE-Jetronic-Kraftstoffeinspritzung
  • Maximale Leistung: 330 ch bei 4500 U/min
  • Maximales Drehmoment 516 lb ft bei 2.500 U/min
  • Getriebe: 3-Gang-Automatik von General Motors, Hinterradantrieb
  • Radaufhängung: Einzelradaufhängung, vorne mit unteren Querlenkern, hinten mit halbschwenkbaren Längslenkern, Panhardstab, selbstnivellierend; Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer, Stabilisator vorne und hinten
  • Lenkung:  servounterstützte Zahnstangenlenkung
  • Bremsen: belüftete Scheibenbremsen mit Servounterstützung und Bremskraftverstärker
  • Länge 5.278 mm
  • Breite 1.890 mm
  • Höhe 1486 mm
  • Radstand 3061 mm
  • Gewicht: 5.104 lb (2.315 kg)
  • Höchstgeschwindigkeit 217 km/h
  • Verbrauch: 16.9 L/100km
  • Neupreis: 54.920 £

 

Bentley Turbo RT LWB
(sofern sich vom Turbo R unterscheidet)

  • Verkauft/gebaut 1997–’98/252
  • Motor:  Zytek EMS3-Kraftstoffeinspritzung, Wasser-Luft-Ladeluftkühler
  • Maximale Leistung 400 ch bei 4000 U/min
  • Maximales Drehmoment 590 lb ft bei 2.100 U/min
  • Getriebe:  Viergang-Automatik
  • Fahrwerk:  elektronisch gesteuerte Teleskopdämpfer
  • Bremsen  mit Antiblockiersystem
  • Länge: 5.395 mm
  • Breite: 2008 mm
  • Höhe: 1.485 mm
  • Radstand 3162 mm
  • Gewicht 5.401 lb (2.450 kg)
  • Höchstgeschwindigkeit 250 km/h
  • Verbrauch: 21.4 L/100km
  • Neupreis: 132.000 £

 

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