Wir scheinen eine ehemalige Straße hinunterzufahren. Die Luft ist hier oben dünn, das ist sicher.
Das passiert immer, wenn ein Fotograf bereit ist: Man weiß nie, wo man landen wird. Das Geräusch von Steinen, die gegen das Fahrwerk prallen, lässt einen das Gesicht verziehen; man kann nicht anders, als zusammenzuzucken.
Das Kamerawagen hüpft in die Ferne, eine Staubwolke verdeckt einen Großteil des Weges vor uns, nicht zuletzt dort, wo sich die tieferen Schluchten befinden. Doch dann durchbrechen die Sonnenstrahlen den sandigen Dunst.
Plötzlich weicht die khakifarbene Landschaft einem Panoramablick, der sich so weit erstreckt, wie das Auge reicht.
Die malerischen Ausblicke auf die portugiesische Region Serra do Caramulo sind himmlisch, aber irgendwie erwartet man, dass dieser Volkswagen Typ 82 – oder Kübelwagen – etwas mehr... höllisch ist.
Das ist es nicht. Die erste Überraschung erlebt man schon nach knapp hundert Metern abseits der Piste: auf unebenem Gelände ist es einfach genial.
Sicher, Ihr Gesäß bleibt bei größeren Unebenheiten nicht länger als eine Pikosekunde mit dem Sitz verbunden, doch scheint er über unebene Oberflächen zu gleiten wie ein geworfener Kieselstein über Wasser.